Strategie?

In der letzten Zeit hatte ich fast täglich das Problem mit meinen Zwergen, dass sie sich permanent an meinen Sachen versuchen. Meistens sind sie im Ergebnis kaputt oder zumindest unbrauchbar.

Gestern abend bin ich mit Zwerg 2 ins Bad und ich habe sie gebeten mit zu sagen, was ich mal lieber aus ihrem Blickfeld räumen soll.

Dann zeigte sie mir einiges und das habe ich dann alles verstaut. Das Gespräch und die Aktion lief friedlich ab, fast erschien sie mir erleichtert dass diese Sachen nun weg sind.

Es bleibt spannend ob es hilft.

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Kindliche Neugier?

In den letzten 2 Wochen weiß ich nicht was Zwerg 2 im Kopf herum geht:

Hat kleine Shampooflaschen in dir Wanne geleert, meine Bachblütentropfen mit Wasser aufgefüllt, Firmenumschläge zugeklebt.

…. Gerade weiß ich nicht mehr weiter. Was geht in dem Kind nur vor? Sie selbst kann es mir nicht sagen.

In mir, nicht ausser mir sein

Das habe ich heute erstmals praktiziert. 

Situation: in meinem Arbeitszimmer stinkt es nach Nagellack bis zum Flur hinaus. Zwerg 1 war die ganze Zeit mit mir in der Küche. Zwerg 2 ist verschwunden. Büro steht noch ein Nagellack, Flasche unauffällig, doch Geruch spricht Bände. Ich rufe Zwerg 2 zu mir, sehe es ihr schon an den Augen an, dass sie was verbockt hat. Nur was ist weiterhin die große Frage. Sie stritt es ab, bis Gatte zur Tür raus war, dann hat sie damit rausgerückt, sie wäre dran gewesen und es hätte getropft. 

Ich schicke sie hoch mit dem Auftrag sich fürs Bett fertig zu machen und dass sie für den Rest der Woche Fernsehverbot hat. Dabei blieb ich ruhig. Sie auch. 

Dann sah ich in der Ecke was Rotes, am Bilderrahmen der hinter der Tür steht, hing Lack. Als ich die Tür zu machte, zeigte sich das ganze Dilemma: der Flascheninhalt war über eine Mehrfachsteckdose, ein Computerkabel und den Boden verteilt. 

In mir kochte es. Schon wieder war sie an meinen Sachen dran, schon wieder hatte sie was kaputt gemacht.

Ich folgte ihr nach oben mit einer großen Tüte und packte diverse Schmusesachen und Spielsachen ein. Dabei erklärte ich ihr ruhig, dass was unten alles kaputt sei und das für mich ihre Lüge das Schlimmste an der Sache war. Klar war sie dabei traurig und hatte auch etwas geweint, doch ging das Ganze in Summe geordnet ab.

Bei all dem hatte ich mich und meinen Ton im Griff, das war gefühlt der größte Erfolg. 

Freundschaft… 

In den letzten Monaten habe ich mich mit dem Thema intensiv auseinander gesetzt. Ich bin vielen Varianten begegnet, bzw. unterschiedlichen Auffassungen darüber, was Freundschaft bedeutet. 

Für mich hat sich herausgestellt, dass Ehrlichkeit und Offenheit eine Grundvoraussetzung ist. Es ist nicht leicht und oft für beide Seiten eine heikle Sache, denn es sind Gefühle im Spiel. 

Die Offenheit ist auf dem direkten Weg notwendig. Was ich in den letzten Monaten erlebt habe ist, dass sich bei anderen über meine direkte Art beschwert wurde. Wohl auch mit dem Hintergedanken, daß es zu mir getragen wird (hat funktioniert) und dass ich mich dann rühre um es klar zu stellen (hat nicht mehr funktioniert).

Entweder man sagt es mir direkt, oder lässt es einfach ganz bleiben. Denn auf diesen indirekten Weg, oder Kommentare via WhatsApp Status kann ich verzichten. Auf passiv aggressives Verhalten habe ich keinen Bock. Zugegeben, zwischendurch bin ich drauf eingegangen, doch habe ich das nun eingese

Ich akzeptiere es, wenn einer mit meiner Art nicht klar kommt und sagt, lass uns getrennte Wege gehen. Nur wäre es nach einer langen gemeinsamen Zeit doch angemessen, das zumindest zu sagen. Kürzlich las ich, dass sich ein Charakter nicht beim Kennenlernen zeigt, sondern bei der Verabschiedung. Wahre Worte. 

Im letzten Jahr habe ich mich weiter entwickelt. Auf meinem Weg habe ich auch neue Freundschaften geschlossen und alte intensiviert. Ich habe schätzen gelernt, wenn mir mein Gegenüber klar sagt was in ihm / in ihr vor geht.

Die ersten Feiertage ohne…

Papa.

Ein eigenartiges Gefühl. Wir waren sonst am 25.12. zusammen, den Abend vorher war er bis auf wenige Ausnahmen bei meinem Bruder. 

So kam ich am 24. gut mit der Situation klar. Meine emotionale Auszeit gönnte ich mir morgens, gemeinsam mit meinem Bruder und meiner Nichte am Grab. Da kam wieder alles hoch. 

Den 25.12. verbrachte ich im Schlafanzug auf dem Sofa. Decke immer mal wieder über den Kopf gezogen. Das musste einfach sein. 

Silvester hörte ich mit alleine den Walzer, Mann und Kinder schauten nach dem Feuerwerk. 

In den letzten 7 Tagen habe ich viel Zeit in seiner Wohnung verbracht, ab morgen wird sie aufgelöst. 4 Umzugskisten mit unsortierten Bildern schaute ich in den letzten Tagen durch. 

Ich fand das Armenzeugnis meiner Oma (2. WK), einen Brief von meinem Uropa an meine Oma mit Reservegeld (das hat mein Pa übernommen) und dann Bilder über Bilder bei denen sich mein Vater auf Reisen befand. 

Mir wurde bewusst wie schlecht es ihm die letzten 8 Jahre gegangen sein muss, seitdem Ihn ein Schlaganfall an den Rollstuhl gefesselt hatte. Irgendwie tröstlich, dass er jetzt Reisen kann.

Kurz vor Weihnachten telefonierte ich mit ihm im Traum. Er sei auf Reisen, hätte ein Doppelzimmer und wollte mir nicht verraten, mit wem…

Innere Ordnung durch äußeres Handeln 

In den letzten Tagen habe ich mei Schubladen aufgeräumt. Sowohl Unterwäsche als auch Socken sind gesichtet, geprüft und sortiert. Kaputte, unvollständige Dinge sind weg. Sachen die ich eher nicht nutze zum Weggeben bereit. 

Ich weiß jetzt wieder was ich hab, zur Folge trug ich am Wochenende auch mal wieder lang Vergessenes. Das tat gut. 

Projekt Überfluss

Ja es ist schön, Unterhemden in 6 verschiedenen Fliedertönen hu besitzen, doch ich trage zu 90% schwarz, weiß oder Creme. 

Nun ok, die haben sich über die letzten 10 Jahre angesammelt, genauso wie die 50 Nagellacke, 30 Paar Hosen (Saisonübergreifend) um nur einige Beispiele zu kennen. 

In den letzten 12 Monaten habe ich schon viel aussortiert, jetzt geht es an die Schubladen mit Unterhemden, Unterwäsche, Socken und Co… Da ich mir noch unsicher bin, was ich brauche, hab ich jetzt erstmal eine 12 Monate Kiste eingerichtet. Da kommt alles rein. Und wenn ich die Sachen bis in 1 Jahr nicht vermisst hab, darf es in neue Hände…

Vermisse Dich Papa!

Der erste Geburtstag ohne seinen Anruf um 0 Uhr. 

Bin aufgewacht, weil ich zur Toilette musste. Jetzt liege ich heulend auf dem Sofa bei Freunden (Kinder besetzen Gästebett).

Irgendwie kommt gerade alles hoch. Die letzten gemeinsamen Wochen. Die verpassten Gelegenheiten. Die intensive Zeit im Krankenhaus. Und ich wollte damals dass er los lässt. Und jetzt, ganz tief in mir drinnen denke ich mir, ach warst du doch nur geblieben.